22.6. 3. Woche Rentiere, Stekenjokk, Klimpfjäll, gesperrter Weg

Durchgewärmt, frisch ausgeruht und mit gelieferten Zimtschnecken und Brötchen geliefert wollten wir wieder eine große Wanderung unternehmen. Genau an diesem Tag wurde mit Helikopter Material für die Reparatur des Weges geliefert. So wurde der Tag geruhsamer als erwartet und wir haben endlich unsere ersten Rentiere gesehen.

Die letzten dre Bilder zeigen das Kirchendorf der Sami Ankerede:

„Für die Sami im Norden Jämtslands war Ankarede seit Urzeiten ein Ort für Zusammenkunft, Austausch und Ratschlag. Seit wann genau, weiß man nicht. Ankarede bot sich aufgrund seiner strategisch günstigen Lage in Bezug auf die den Sami dieser Region zugeteilten Weidegebiete an. Wenn die Familien mit ihren Rentieren im Sommer Richtung Norwegen zogen, kamen sie in Ankerede vorbei. Dass eine Kapelle in diesem Ort wurde, wo die Sami Renwirtschaft, Jagd und Fischfang betrieben, war kein Zufall – wie schon gesagt, ist die Lage strategisch klug gewählt. Jeden Sommer reisten Priester aus Gäddede Richtung Ankarvattnet und Stora Blasnjön, um ihre Missionsarbeit in der samischen Bevülkerung zu betreiben. Auch der schwedische Staat tat alles, um die sogenannte „Lappmark“ zu kolonialisieren. 1799 siedelte die erste sesshafte Bevölkerung unter dem Versprechen einer 15jährigen Steuerbefreiung hier an, um das Land zu bebauen.

1890 wurde es zur Tradition, am ersten Sonntag nach Mitsommer in Ankarede Gottesdienst zu halten. Neben dem großen Kirchenwochenende im Mitsommer fand Ende September zu Michaelis ein weiteres Kirchenwochenende statt. Der Priester hatte dann jede Menge zu tun, ob Hochzeiten, Taufen oder Beerdigungen.“ (Broschüre über Ankarede)

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